Radsportgruppe besucht Waisenhaus in Queretaro
30. September 2008 Zurück zur Artikelübersicht »
Eine Erfahrung der ganz besonderen Art durften wir, d.h. 20 Mitglieder der Radsportgruppe Breinig-Köln-Breinig, die seit 1996 das Waisenhaus „Casa de Cuna“ in Querétaro/Mexico und damit die Egidius-Braun-Stiftung unterstützen, im Herbst dieses Jahres machen. Nach einer sehr intensiven Vorbereitungsphase war es dem früheren Organisator der Gruppe, Männ Moers, gelungen, 19 weitere Radfahrer/innen von der Idee zu überzeugen, das seit vielen Jahren unterstützte Projekt einmal persönlich kennen zu lernen.
Der Start zu der 14-tägigen Reise nach Mittelamerika war am 27.9.2008 am Flughafen Düsseldorf. Nach dem ca. 11-stündigen Flug über Paris nach Mexico-City stand anschließend noch eine 3-stündige Fahrt mit dem Reisebus nach Querétaro auf dem Programm. Am nächsten Morgen folgte für die Reisegruppe dann schon der eigentliche emotionale Höhepunkt der Reise. Zusammen mit einer Inspektionsgruppe des DFB besuchten wir unser seit langem bereits ins Herz geschlossenes Waisenhaus, die „Casa de Cuna“, inmitten von Querétaro.

Viele von uns hatten sich sicherlich vorher in Gedanken ausgemalt, wie ein derartiges Treffen wohl auf jeden einzelnen wirken könnte, aber dennoch haben die Atmosphäre und die äußeren Umstände, die wir dort angetroffen haben, nahezu alle vollkommen überwältigt. Es war eine wirklich außergewöhnliche Erfahrung, die wir in der unmittelbaren Begegnung mit den dort unter Betreuung stehenden Kindern machen durften. Das Lachen und die strahlenden Augen der Jungen und Mädchen dokumentierten aus unserer Sicht ihre große Zufriedenheit, die uns auf jeden Fall Beleg genug dafür war, dass das in den letzten Jahren erradelte und gespendete Geld hier bestens angebracht gewesen war. Davon konnten wir uns auch in einem Vortrag seitens der Verantwortlichen des Waisenhauses überzeugen, die uns in eindrucksvoller Weise die baulichen Veränderungen der letzten Jahre erläuterten. Ich bin der festen Überzeugung, dass manche von uns die Eindrücke, die wir an diesem Sonntag und bei einem weiteren Besuch am Montag Vormittag erhalten haben, in ihrem Leben nie mehr vergessen werden.

Wir können jedenfalls heute absolut nachvollziehen, was 1986 in den Köpfen der Nationalspieler während der Fußball-WM vorgegangen sein muss. Sie haben sich damals zusammen mit Herrn Egidius Braun entschieden, sich für eine Verbesserung der Situation einzusetzen. Genau dies wird uns in unmittelbarer Zukunft bei unseren Fahrten an jedem ersten Samstag des Monats von Breinig nach Köln noch leichter fallen, nachdem wir diese wunderbaren Erlebnisse erfahren durften.

Die 5.640,80 Euro aus der Sammlung in diesem Jahr haben wir doppelt gerne überwiesen.

Herbert Meier