Deutschland gewinnt Unity Euro Cup
01. Juli 2022 Zurück zur Artikelübersicht »
Spieler des Teams aus Neubrandenburg halten Pokal und Hände in die Höhe

Ziel des Unity Euro Cup: Die Integration von Flüchtlingen zu fördern.

Der FC Motor Süd Neubrandenburg hat den ersten Unity Euro Cup in Nyon gewonnen. Das Team setzte sich im Finale im Elfmeterschießen gegen die Vertreter der Schweiz durch. Der neue Wettbewerb der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) hat zum Ziel, die Integration von Flüchtlingen zu fördern.

Der Klub aus Mecklenburg-Vorpommern ist seit mehreren Jahren für Menschen mit Fluchterfahrung engagiert und wurde dabei wiederholt durch die DFB-Stiftung Egidius Braun und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt. Unter anderem hat ein Tandem des Vereins, bestehend aus einem Menschen mit Fluchterfahrung und einem Menschen ohne Fluchterfahrung, im vergangenen Jahr im Rahmen der Initiative „2:0 für ein Willkommen“ das Leadership-Programm erfolgreich absolviert. Auch die Teilnahme in der Schweiz wurde unterstützt. „Der FC Motor Süd Neubrandenburg steht beispielgebend für das Engagement der bundesdeutschen Fußballklubs für Menschen mit Fluchterfahrung. Wir freuen uns sehr über den Erfolg in der Schweiz und gratulieren dem Team sehr herzlich“, sagt DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert, der Vorsitzende der DFB-Stiftung Egidius Braun.

Acht gemischte Auswahlmannschaften traten in Nyon gegeneinander an, jedes Team bestand zu 70 Prozent aus Geflüchteten. Neben Deutschland und der Schweiz traten Italien, Frankreich, Malta, Österreich, Belgien und Irland zur ersten Ausgabe an. Für die Zukunft sind weitere Austragungen des Unity Euro Cups geplant.

Gruppenbild beim Unity Euro Cup vom Team Neubrandenburg

Die glücklichen Gewinner: Der FC Motor Süd Neubrandenburg. (Copyright Fotos: UEFA)

„Dieses schöne Turnier kann uns daran erinnern, wie viel Einfluss der Sport auf unser tägliches Leben hat, in diesem Fall auf das der Flüchtlinge und anderer Vertriebener“, betonte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, der zusammen mit Filippo Grandi, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, die Sieger ehrte. „Der Sport und insbesondere der Fußball können eine wichtige Rolle dabei spielen, ein Gefühl der Normalität zu schaffen“, so Grandi.

Hartwig: „Der Unity Cup fand auf hohem Niveau statt“

„Der Unity Cup fand auf hohem Niveau statt“, sagte Jimmy Hartwig, der vor Ort weilende DFB-Botschafter für Fair Play. „Die Plätze, die Schiedsrichter, das Bankett zum Turnierende – das war alles toll organisiert und eine großartige Würdigung für alle Vereine. Ein herzliches Dankeschön an die UEFA.“ Auf ein Neues im Jahr 2023.